Rückblick: Der erste digitale Einkaufsbummel in Aachen

Corona-konformes Einkaufen auf Distanz? Das ist möglich! Am Freitag, den 18. Dezember 2020, fand der erste digitale Einkaufsbummel in Aachen statt. Mithilfe der Plattform Wonder.me konnten sich Aachener Einzelhändler*innen und Kund*innen von 15:00 bis 19:00 Uhr online austauschen und die letzten Weihnachtseinkäufe ganz bequem von zu Hause aus tätigen. So konnten Kund*innen auch trotz geschlossener Geschäfte mit den Einzelhändler*innen in Kontakt treten und sich inspirieren sowie beraten lassen. Diese Onlineveranstaltung in solch einem neuen Format wurde zum ersten Mal von der Wirtschaftsförderung der Stadt Aachen und vom IMA (Lehrstuhl für Informationsmanagement im Maschinenbau der RWTH Aachen) in die Wege geleitet. Im Rahmen des Projekts Hybrider Einzelhandel war dies die erste öffentliche (Online-)Veranstaltung, in der neue digitale Möglichkeiten genutzt wurden.

Festliche Stimmung in Raum 1 des digitalen Einkaufsbummels Aachen  

Möglich gemacht hat es www.wonder.me – ein Online-Tool, das entwickelt wurde, um gesellige Zusammenkünfte auch digital zu ermöglichen. Über einen Zugangslink, konnten Besucher*innen ganz einfach und ohne Anmeldung an dem Event teilnehmen. In den vier Stunden, wurden Fragen geklärt, neue Kontakte geknüpft und Einkäufe erledigt. Während der gesamten Zeit haben Projektmitarbeiter*innen der Stadt Aachen und des IMA die Einzelhändler*innen und Besucher*innen betreut und somit für einen einwandfreien Ablauf gesorgt. Insgesamt 20 Einzelhändler*innen aus verschiedenen Branchen haben mit gemacht: Art Delikat Weingalerie, Blütenreich, Artdelicat Weinhandel, Buchhandlung Backhaus, Blütenreich, Design & Living, Domlädchen, Galerie am Elisengarten, Goldschmiede Albath, Goldschmiede Förster, Görg Wolle, Interstate 32, Lauscher Optik-Uhren-Schmuck, Lederwaren Schmitz, Li La Lina, Margoo, Mysa Leben Wohnen, Photo Preim, Tesoro, Tommy Hilfiger, Weltweit am Dom, Weyers Kaatzer und Yucca Design. Diese wurden auf zwei separate Wonder.me-Räume aufgeteilt. Jede*r Einzelhändler*in hatte einen eigenen Bereich – auch „Area“ genannt. Einzelhändler*innen und Kund*innen konnten sich virtuell zwischen den Areas bewegen. Sobald sich ein*e Kund*in virtuell zu einer Area bewegt hat, öffnete sich automatisch ein Videochat. Sobald ein Einkauf getätigt wurde, konnte individuell ausgemacht werden, ob dieser an den Kunden verschickt oder vom Kunden selbst abgeholt wird.

Videochat im Raum „Allgemeine Fragen“

Sowohl die teilnehmenden Einzelhändler*innen als auch die Besucher*innen haben das Event als sehr positiv empfunden. Insbesondere die Möglichkeit mit Stammkund*innen weiter in Kontakt zu bleiben und auch neue Kund*innen dazu gewinnen zu können, war für die Einzelhändler*innen ein großer Pluspunkt. Viele der Einzelhändler*innen haben den Wunsch geäußert digitale Einkaufsevents, wie dieses, regelmäßiger stattfinden zu lassen. Auch die Aachener*innen hatten Interesse dieses neue Format auszuprobieren. Nichtsdestotrotz waren sich alle einig, dass das Format eines digitalen Einkaufsbummels noch Übung braucht. Durch eine enge Zusammenarbeit mit den Aachener Einzelhändler*innen und Kund*innen, möchten wir weiterhin den stationären Einzelhandel, aber auch die Gastronomie, an digitale Möglichkeiten heranführen und Verknüpfungen zum stationären Umfeld aufzeigen. Damit wollen wir auch in Zukunft dem Wunsch nachgehen, Online-Einkaufsveranstaltungen regelmäßiger stattfinden zu lassen. Dabei werden nicht nur der Offline- und Onlinehandel gemeinsam in Einklang gebracht, sondern auch Vernetzungen geschaffen und gestärkt.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Einzelhändler*innen und Besucher*innen, die bei der Veranstaltung teilgenommen und bei diesem gelungenen Abend mitgewirkt haben. Wir freuen uns schon auf die nächsten Events!

Digitaler Einkaufsbummel im Lockdown (18.12. 15-19 Uhr)

Einloggen, stöbern und die letzten Weihnachtsgeschenke digital beim stationären Einzelhandel erledigen – das war das Motto des Events am 18.12.2020.

Raum 1: Das Event ist vorbei. Danke, dass Ihr dabei wart.
Artdelicat Weinhandel
Blütenreich
Galerie am Elisengarten
Goldschmiede Albath
Interstate 32
Lauscher Optik-Uhren-Schmuck
Lederwaren Schmitz
Li La Lina
Margoo
Mysa Leben Wohnen
Tommy Hilfiger

Raum 2: Das Event ist vorbei. Danke, dass Ihr dabei wart.
Backhaus Buch
Design & Living
Domlädchen
Goldschmiede Förster
Görg Wolle
Photo Preim
Tesoro
Weltweit am Dom
Weyers Kaatzer
Yucca Design

 

Hier ein paar Tipps für die Nutzung von wonder.me:

1. Für einen einwandfreien Ablauf des Events, braucht Ihr idealerweise einen Laptop/PC mit Internetzugang – auf dem Handy und Tablet stehen nur eingeschränkte Funktionen zur Verfügung, die Teilnahme ist dennoch möglich.

2. Die teilnehmenden Geschäfte und die Einwahllinks für die beiden Räume findet Ihr auf der Startseite. Am besten verwendet Ihr hierfür entweder Google Chrome oder Firefox.

Wenn Ihr vom einen in den anderen Raum wechseln möchtet, schließt Ihr zuerst das Fenster in eurem Browser und klickt anschließend auf den Link des anderen Raumes (man kann nicht parallel in beiden Räumen sein).

3. Nachdem Ihr auf den Link geklickt habt, berechtigt Ihr die Nutzung Eurer Kamera und Eures Mikrofons und wählt die gewünschte Kamera bzw. das gewünschte Mikrofon aus. Ihr könnt Mikro und Kamera anschließend nach Belieben aus- und einschalten (Laptopversion).

4. Gebt nun einen Namen ein und macht mit Eurer Webcam ein Foto. Ein Foto von Euch oder Euer richtiger Name ist hier nicht dringend notwendig, erleichtert aber die Kontaktaufnahme. Außerdem können Name und Foto noch nachträglich geändert werden (Laptopversion).

5. Nun öffnet sich die Oberfläche des Meetingraums mit den jeweiligen Räumen. Jede*r Einzelhändler*in verfügt über einen eigenen „Raum“ (auch „Areas“ genannt). So sehen die Räume aus:

6. Die Kontaktaufnahme zu den Einzelhändler*innen findet via Kamera oder Chat (siehe Sprechblasen-Symbol) statt. Hierzu bewegt Ihr euch mit Eurem Avatar einfach in die jeweilige „Area“ (durch Klicken bzw. gedrückt halten der Maustaste). Sobald Euer Avatar den gewünschten Raum erreicht, öffnet sich automatisch ein Videochat, in dem Ihr die Unterhaltung starten könnt. Andere Unterhaltungen können nicht gesehen oder gehört werden. Zudem könnt Ihr Eure Kontaktdaten im persönlichen Chat übermitteln und so einen Kauf abschließen.

Tipps:

  • Über die Schaltfläche +/- oben-links, könnt Ihr in das Bild hinein und heraus zoomen.
  • Über das Personen-Icon, könnt Ihr Euch einen Einblick über alle Teilnehmer*innen in Eurer Nähe oder im gesamten Raum schaffen.
  • Über das Chat-Icon, könnt Ihr mit allen, nur ausgewählten, oder im aktuellen Raum anwesenden Teilnehmer*innen, chatten.
  • In der Menü-Zeile unten könnt Ihr euch Stummschalten oder auch das Video ausschalten. Wenn Ihr gerade nicht sprecht, schaltet Euch am besten auf stumm.

Wichtig:

  • Ihr bewegt euch mit Eurem Avatar durch den Raum, in dem Ihr irgendwo hinklickt oder die Maustaste gedrückt haltet.
  • Die Einzelhändler*innen findet Ihr auf der jeweiligen Kachel/Area. Ihr Avatar ist entsprechend des Geschäfts benannt.
  • Euer*eure gewünschte*r Einzelhändler*in ist in anderen Gesprächen und hat gerade keine Zeit für Euch? Dann kommt entweder später noch mal vorbei oder kontaktiert den*die Einzelhändler*in per E-Mail.
  • Ihr könnt natürlich auch beide Räume besuchen, schließt dafür einfach das Fenster des aktuellen Raums und klickt danach auf den Link des anderen Raums.
  • Sollten technische Probleme auftreten, am besten einmal aus dem Raum rausgehen und neu einwählen.

 

Bei Fragen könnt Ihr uns (Jalina Maaßen und Dania Naschar) immer im Chat eine private Nachricht schreiben oder zum Raum „Allgemeine Fragen“ gehen. Alternativ könnt Ihr uns auch per Mail über hybrider.einzelhandel@mail.aachen.de erreichen.

Wir werden während der gesamten Veranstaltung anwesend sein und helfen gerne!

Viel Spaß beim Bummeln!

Digitale Workshops mit Aachener Einzelhändler*innen und Konsument*innen

An mehreren Terminen im November fanden Workshops zusammen mit der anders.beraten GmbH statt, um den Aachener Einzelhändler*innen das Projekt „Hybrider Einzelhandel“ vorzustellen, die Basis für die nächsten Workshops zu schaffen und hierfür Themenwünsche zu sammeln. Zudem wurde das Arbeitsbuch, welches wir für die Projektteilnehmer*innen erstellt haben, vorgestellt. An den Workshops nahmen Geschäfte aus der Aachener Innenstadt, Brand und Burtscheid teil. Diese gehören unterschiedlichen Branchen an, z. B. Buchhandel, Fotografie, Baby- und Kinder, Bekleidung, Brille- und Hörakkustik, Lebensmittel und Geschenkartikel.

Auftakt der Workshopreihe am 12.11.2020, links: Jalina Maaßen (Stadt Aachen), rechts Andree Brüning (anders.beraten GmbH), (c) anders.beraten GmbH, Andree Brüning

Online und Offline müssen ineinandergreifen
Unsere Teilnehmer*innen sind sich einig: Es ist an der Zeit Offline- und Onlinehandel in Einklang zu bringen und professionell neue digitale Wege zu gehen. Dafür sind Handlungsoptionen für jeden Einzelnen wichtig, ebenso wie für die Gemeinschaft. Denn es wird immer wichtiger an die Stadt und den Handel als Ganzes zu denken und die stationären Kompetenzen auszuspielen. Von einer attraktiven Stadt profitiert schlussendlich auch jeder Einzelne. Dabei kommt es nicht nur auf die technische Ausrüstung an, sondern vor allem auch auf die Qualität und die Mehrwerte, die für Kund*innen geschaffen werden. Der Einkauf der Zukunft muss einen stärkeren Erlebnischarakter haben. Viele unserer Teilnehmer*innen sind bereits digital aktiv, nun geht es vor allem um den Ausbau dessen und die Verknüpfung beider Kanäle.
Dafür sollten folgende Bausteine aus Sicht der Teilnehmer*innen berücksichtigt werden:
• Digitalisierung professionell vorantreiben
• Sichtbarer werden in der digitalen Welt
• Vernetzung untereinander

Klar ist aber auch: Der Onlinekanal bedarf entsprechender Aufmerksamkeit und Ressourcen. Für eine erfolgreiche Umsetzung müssen auch die Mitarbeiter*innen mitgenommen werden.

Konsument*innen geben ähnliches Bild wieder
Am 09.12.2020 fand im Nachmittag der erste Workshop mit Konsument*innen im Rahmen des Projektes statt. Zu Beginn wurden diese aufgefordert, den lokalen Einzelhandel jetzt und in Zukunft zu beschreiben. Aktuell lässt sich eine klare Verzweiflung bei den Konsument*innen erkennen. Der Einzelhandel wird als eintönig, langsam und langweilig wahrgenommen. Aber aufgegeben haben sie den lokalen Einzelhandel noch lange nicht. Es besteht aus Sicht unserer Teilnehmer*innen Hoffnung, wenn dieser möglichst bald kreativer, innovativer und vielfältiger wird und seine stationären Stärken für einen erlebnisreichen Einkauf einsetzt. Dies spiegelt sich auch in der Skizzierung einer idealen Kundenreise wieder. In jeder Phase werden die persönliche Beratung und individuelle Begleitung als wichtige Punkte genannt. Zudem hat eine Abfrage im Workshop ergeben, dass 71 % der Teilnehmer*innen am liebsten stationär einkaufen. Ein sehr guter Ausgangspunkt, den wir in Zukunft gestalten können und sollten.

Erarbeitung der idealen Kundenreise im Konsument*innen-Workshop am 09.12.2020

Die Workshopreihe mit Einzelhändler*innen und Gastronom*innen geht mit thematischem Fokus im Januar weiter. In diesen werden wir uns mit den technischen Voraussetzungen, Onlinemarketing und konkreten Anwendungen beschäftigen. Ebenso wird es darum gehen, wie die digitale Transformation gelingen kann. Die Termine finden Sie bereits auf unserer Startseite. Die Themen pro Termin werden zeitnah bekannt gegeben.
Um die Sichtweisen zusammenzuführen, planen wir zudem für nächstes Jahr einen gemeinsamen Workshop mit Einzelhändler*innen, Gastronom*innen und Konsument*innen.

Wir bedanken uns herzlich bei den Teilnehmer*innen der Workshops für den spannenden Austausch und die ersten Ideen. Wir freuen uns schon auf den nächsten Termin!

Zu diesem Thema haben wir übrigens auch eine neue Podcast-Folge aufgenommen

Digitaler Konsument*innen Workshop: Dein lokaler Einzelhandel der Zukunft!

Wir laden Dich herzlich zu unserem Konsument*innen Workshop im Rahmen des Projekts „Hybrider Einzelhandel“ ein!

Mittwoch, 9. Dezember 2020
16 Uhr bis ca. 18:30 Uhr
als digitale und interaktive Videokonferenz

Im Workshop wollen wir uns mit dir über deine Anforderungen und Wünsche an den Aachener lokalen Einzelhandel der Zukunft austauschen und konkrete Umsetzungsideen aus Kund*innen Perspektive diskutieren.
Wir sorgen für eine kleine Verköstigung während der Veranstaltung und schicken diese per Kurier zu dir nach Hause.

Hier geht es zur Anmeldung: http://hybrider-einzelhandel-workshop.ima.rwth-aachen.de/

Wir freuen uns auf einen kreativen und spannenden Workshop.

Solltest du Fragen haben, melde dich gerne bei:
Sarah Güsken, M.Sc.
sarah.guesken@ima.rwth-aachen.de

Start der Workshopreihe für Einzelhändler*innen und Gastronom*innen aus Aachen

Die Corona-Pandemie hat den Trend hin zum hybriden Einkaufen noch einmal verstärkt und aufgezeigt, wie wichtig es ist digitale Technologien, Medien und Vertriebsformen einzusetzen. Das bedeutet, dass wir „Gesamthandel“ – also stationäre und digitale Verkaufswege – nun gemeinsam denken lernen dürfen und müssen.

Im Projekt „Hybrider Einzelhandel“ der Stadt Aachen und des Lehrstuhls für Informationsmanagement im Maschinenbau der RWTH Aachen, welches vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW im Rahmen der Digitalen Modellregionen gefördert wird, sind verschiedene Themenworkshops vorgesehen. Damit wir zielgenau diese Themen bestimmen und erste Ansätze mit Ihnen diskutieren können, laden wir Sie an einem der unten genannten Termine zum ersten Workshop unserer Workshopreihe in einer kleiner Runde ein, in dem wir gemeinsam mit Ihnen Themen herausarbeiten möchten, die für Sie und Ihr Unternehmen im Hinblick auf hybride Verkaufswege relevant sind.

Und genau darum geht es – Wir müssen vom Kunden herdenken und diese Fragen stellen: Wie schaut der Kunde der Zukunft aus? – Was müssen wir als Gesamthandel anbieten?

Mit diesem ersten Workshop wollen wir über die technischen Anforderungen des digitalen Onlinehandels hinausgehen und Sie als beteiligte Einzelhändler*innen und Gastronom*innen aus unserem schönen Aachen rundum auf die digitale Zukunft vorbereiten. Daher berücksichtigen wir in der gesamten Workshopreihe nicht nur die erforderlichen technischen Fähigkeiten, sondern auch die Rahmenbedingungen des Onlinehandels und der Mischform von digitalem und stationärem Handel.

Begleitend hierzu ist bereits ein Prototyp zur Entwicklung des Informationsportals Einkaufen in Aachen hin zum digitalen Werkzeugkasten entstanden, welcher in den nächsten zwei Jahren weiterentwickelt und optimal auf Ihre Bedürfnisse und die Bedürfnisse der hybriden, lokalen Kund*innen angepasst wird.

Nutzen Sie die Chance, sich in diesem Projekt bei Ihrer (digitalen) Weiterentwicklung und Neuausrichtung begleiten zu lassen und melden Sie sich zu einem der Kick-offs an. Für eine größtmögliche Flexibilität stehen Ihnen hierzu fünf Termine und drei Örtlichkeiten zur Auswahl:

UPDATE: DIE WORKSHOPS WERDEN AUFGRUND DER ATUELLEN SITUATION DIGITAL STATTFINDEN!

• 12.11. 19-22 Uhr in der Innenstadt – 15 Plätze
• 16.11. 19-22 Uhr in Brand – 15 Plätze
• 17.11. 19-22 Uhr in Burtscheid – 15 Plätze
• 23.11. 6:30-9:30 Uhr in der Innenstadt – 15 Plätze
• 23.11. 19-22 Uhr in Brand – 15 Plätze

Eine Anmeldung ist per E-Mail an Frau Jalina Maaßen unter hybrider.einzelhandel@mail.aachen.de bis jeweils zwei Werktage vor dem Workshoptermin möglich. Melden Sie sich aufgrund der begrenzten Plätze am besten zeitnah an. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Weitere Infos erhalten Sie nach der Anmeldung.

Gehen wir gemeinsam den Weg – denn Handel bedeutet Wandel!

Befragung zum Digitalisierungsstand in Aachen

Sehr geehrte Händler*innen und Gastronom*innen,

gerne würden wir Sie für die Teilnahme an unserer Online-Umfrage im Rahmen des Projekts Hybrider Einzelhandel gewinnen.

Zur Umfrage geht es hier: https://www.unipark.de/uc/RWTH_Umfrage_Einzelhandel_Gastro/

In der Online-Umfrage geht es konkret darum, den derzeitigen Digitalisierungsstand des stationären Einzelhandels und der Gastronomie Aachens zu erfassen sowie Ihre Einschätzung hinsichtlich zukünftiger Maßnahmen einzuholen. Die Bearbeitungsdauer liegt ungefähr bei 15-20 Minuten.

Der Link zur Online-Umfrage ist bis zum 18.12.2020 gültig. Wir bitten Sie bis dahin die Online-Umfrage zu absolvieren.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Sollten Sie Fragen haben, melden Sie sich gerne bei:
Sarah Güsken, M.Sc.
sarah.guesken@ima.rwth-aachen.de

Digitale Auftaktveranstaltung erfolgreich durchgeführt

Am späten Dienstagnachmittag fand am 28. Juli die Auftaktveranstaltung zum Projekt „Hybrider Einzelhandel“ in kleiner Runde statt. 11 der 18 eingeladenen Geschäfte, die bereits seit der frühen Phasen der Antragsstellung in das Projekt involviert sind, nahmen an der virtuellen Veranstaltung über Zoom teil. Wir haben die Inhalte der Veranstaltung einmal für Sie zusammengefasst.

Durch hybride Maßnahmen die stationären Geschäfte stärken – Eine Projektvorstellung

„Wir wollen stationäre und digitale Angebote miteinander verschmelzen, aber dabei eben nicht zum klassischen, lokalen Onlinemarktplatz werden. Das Projekt setzt deutlich stationärer an und hat zum Ziel – basierend auf Forschungsergebnissen – digitale Werkzeuge gemeinsam mit den Unternehmen zu entwickeln, um so das Thema „Digitalisierung“ aktiv anzugehen. Zu diesen digitalen Werkzeugen können zum Beispiel digitale Werbung, Live-Chats, die Anzeige von Produktverfügbarkeiten, Click & Collect und Loyalitätsprogramme gehören.
Die Teilnehmer*innen selbst sehen die Zukunft des Einzelhandels und der Gastronomie in Aachen positiv, wenn auch zum Teil etwas ungewiss. Gefragt seien u. a. hybride und interessante Konzepte, Services, Stärkenfokussierung und Kreativität.

Diskussionsergebnis "Die Zukunft des Einzelhandels/der Gastronomie in Aachen"

Diskussionsergebnis „Die Zukunft des Einzelhandels/der Gastronomie in Aachen“

Ein Prototyp bietet erste Einblicke in das Projekt

Zudem gab Jörg Albrecht von der neomesh GmbH einen Einblick in den Prototypen der Plattform, der für das Projekt gebaut wurde. Auf dem Prototypen sind bereits über 1.000 Unternehmen, knapp 2.200 Warengruppen und etwa 4.000 Marken gelistet. Hierüber können Konsument*innen dann bspw. Eine übergreifende Suche starten und diese nach gewissen Kriterien filtern. Das Projekt bietet zudem die Chance Informationen, Logistiklösungen und Verkaufsprozesse zu vereinheitlichen und so eine ansprechende Customer Experience zu ermöglichen.

Das Projekt „Hybrider Einzelhandel“ ist gestartet

Die beiden Projektverantwortlichen Jalina Maaßen (JM) von der Wirtschaftsförderung der Stadt Aachen und Sarah Güsken (SG) vom Lehrstuhl für Informationsmanagement im Maschinenbau der RWTH Aachen (IMA) sprechen über den Start des Förderprojekts „Hybrider Einzelhandel“. Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Digitale Modellregionen NRW“ vom Land NRW gefördert und läuft bis zum 31.08.2022.´

Das ausführliche Interview können Sie sich in unserer ersten Podcast-Folge anhören:

 

SG: Zum Einstieg: Welche Ziele hat das Projekt und wie sollen diese erreicht werden?

JM: Die Corona-Pandemie hat aus meiner Sicht noch mal verdeutlicht, wie wichtig die Digitalisierung ist, um auch in Extremfällen, in denen die Geschäfte schließen müssen, einen Kontaktpunkt zur eigenen Zielgruppe zu haben sowie einen weiteren Vertriebskanal nutzen zu können. Unser Ziel ist es daher Aachener Einzelhändler*innen und Gastronom*innen einfache Möglichkeiten der Digitalisierung aufzuzeigen und diese gemeinsam mit ihnen umzusetzen. Wichtig ist, dass dies unter Berücksichtigung der verschiedenen Digitalisierungslevel und der verfügbaren Ressourcen geschieht.

Jalina Maaßen, Projektleiterin bei der Wirtschafsförderung der Stadt Aachen

Jalina Maaßen, Projektleiterin bei der Wirtschafsförderung der Stadt Aachen

Gemeinsam mit den Unternehmen werden wir einen digitalen Werkzeugkasten entwickeln, der verschiedene Komponenten und Möglichkeiten bieten wird, stationäre Geschäfte zu unterstützen das digitale Angebot stationär erlebbar zu machen. Hierunter fallen zum Beispiel Services, wie eine Online-Terminvereinbarung, die online Einbindung von digitalen 360°-Rundgängen durch Geschäfte und Restaurants, oder die digitale Navigation zum stationären Geschäft über Echtzeitdaten von bspw. Parkhäusern oder Bike-Sharing. Als Kern steht dafür im Projekt eine technische Infrastruktur in Form einer Plattform bereit, über die der digitale Werkzeugkasten abgebildet werden kann. Zu Beginn werden wir hierfür einen Prototypen haben, auf dem sich Interessenten anschauen können, wie so etwas aussehen kann. Im Laufe des Projekts wird unsere Plattform den Anwender*innenbedürfnissen entsprechend zu einem digitalen Einkaufserlebnis gemeinsam weiterentwickelt werden.

Zusammengefasst: Gemeinsam wollen wir den Aachener Standort durch das Zusammendenken beider Kanäle – stationär und online – attraktiver machen. Außerdem wollen wir dem veränderten Konsument*innenverhalten gerecht werden und dem Wunsch, dort einzukaufen, wo es eben am besten passt, auch lokal in Aachen nachkommen.

JM: Wie arbeiten die Stadt Aachen und das IMA dabei zusammen?

SG: Die Stadt Aachen übernimmt die Aufgaben der Projektkoordination und Händlerbetreuung und stellt die technische Infrastruktur bereit. Unser Lehrstuhl begleitet all diese Schritte mit Forschung. Wir erheben die Anforderungen von Konsument*innen, Einzelhändler*innen und Gastronom*inne, damit hinterher alles zusammenpasst und den Anforderungen entspricht. Man kann also sagen, dass die Stadt Aachen der Praxis- und das IMA der Forschungspartner ist.

Sarah Güsken, Leiterin wissenschaftliche Begleitforschung beim IMA - Lehrstuhl für Informationsmanagement im Maschinenbau der RWTH Aachen University

Sarah Güsken, Leiterin wissenschaftliche Begleitforschung beim IMA – Lehrstuhl für Informationsmanagement im Maschinenbau der RWTH Aachen University

JM: Welche Zielgruppen sollen mit dem Projekt angesprochen werden?

SG: Es gibt vier Zielgruppen, die wir mit dem Projekt ansprechen wollen. Zum einen sind das Einzelhändler*innen und Gastronom*innen, die wir befähigen wollen sich gut für die Zukunft aufzustellen. Zum anderen konzentrieren wir uns auf Konsument*innen, die ein gutes lokales Einkaufserlebnis in Aachen haben sollen.

Damit der Werkzeugkasten alleine weiter bestehen kann, brauchen wir jemanden, der diesen betreibt. Die Betreiber*innen solcher Werkzeugplattformen sind daher eine weitere Zielgruppe, die jedoch erst zum Ende der Projektlaufzeit relevant wird.

SG: Welche Angebote werden für die Unternehmen bereitgestellt?

JM: Wir bieten den teilnehmenden Unternehmen eine engmaschige Betreuung an, zum Beispiel bei der Inbetriebnahme digitaler Technologien. Auch werden wir die notwendige technische Infrastruktur zur Verfügung stellen. Hierzu wollen wir möglichst einfache Lösungen für ein Warenwirtschaftssystem schaffen, um darauf aufbauend den digitalen Werkzeugkasten bestmöglich nutzen zu können.

Für das Projekt wird es zudem eigene Workshops geben, in denen es sowohl um Grundlagenwissen als auch um die Schaffung einer gemeinsamen Basis geht. Ergänzend werden den Unternehmen zusätzliche Maßnahmen zur Weiterbildung durch den Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft und Europa aufgezeigt. Über die Projektlaufzeit sind außerdem einige (Netzwerk-)Veranstaltungen geplant, in deren Rahmen wir die Möglichkeit haben werden über Best Practices zu sprechen, Vorträge anzuhören und uns auszutauschen. Des Weiteren werden gemeinsame Marketingaktivitäten geplant und umgesetzt werden.

SG: Warum sollten Einzelhändler*innen oder Gastronom*innen am Projekt teilnehmen?

JM: Das Projekt bietet den Unternehmen die Möglichkeit, ihr Serviceangebot auszubauen, ihre Sichtbarkeit zu steigern und dadurch neue Kund*innen zu gewinnen, aber auch ihren Onlinevertrieb auf- oder auszubauen und somit Umsatzpotenziale zu generieren. Gemeinsam können wir dadurch die Attraktivität unserer Stadt erhalten und ausbauen und eine mehrwertstiftende Plattform für Aachen gestalten. Und das Schöne ist: Unabhängig vom bisherigen Digitalisierungslevel kann jedes kleine oder mittelständische Unternehmen aus Einzelhandel oder Gastronomie mitmachen. Es sind keine speziellen Voraussetzungen notwendig. Die Unternehmen sollten aber Spaß daran haben Dinge neu zu denken und auszuprobieren sowie sich auszutauschen und Erfahrungswerte zu teilen.

Damit wir den digitalen Werkzeugkasten ideal weiterentwickeln können, sind wir darauf angewiesen, dass die teilnehmenden Unternehmen uns auch bei der begleitenden Forschung unterstützen. Aber keine Sorge: Der Aufwand wird sich in Grenzen halten und dient eben dazu, die Anforderungen bestmöglich umzusetzen, sodass alle von dem Projekt profitieren können. Dabei sind wir bestrebt die Forschung zielgruppengerecht zu gestalten, sodass die Teilnehmer auch gerne mitmachen.

JM: Worin liegt aus deiner Sicht der Innovationscharakter des Projekts?

SG: Es gibt viele Projekte in der Praxis und Forschung, die versuchen den Einzelhandel attraktiver zu gestalten und ihn zukunftsfähig aufzustellen. Allerdings versuchen die meisten Projekte an einer bestimmten Stelle anzusetzen. Wenige konzentrieren sich darauf mehrere Kanäle zu verknüpfen. Genau da setzen wir an.

JM: Und zu guter Letzt: Welche Erwartungen und Wünsche hast du an das Projekt?

SG: Mit Blick auf das Ende der Projektlaufzeit wünsche ich mir als Bürgerin, dass ganz Aachen von unserem Projekt weiß, unsere Werkzeuge funktionieren, es den Einzelhändler*innen und Gastronom*innen besser geht und die Konsument*innen sagen „Das ist eine super Sache, die ich bisher noch nicht in einer anderen Stadt gesehen habe.“ Als Forscherin freue ich mich auf die Forschungsergebnisse und darauf, dass wir mit unserem entwickelten Modell hinterher auch anderen Städten dabei helfen können attraktiver zu werden bzw. zu bleiben.

JM: Auch ich wünsche mir eine möglichst große Bekanntheit unseres Projekts und dass wir vielen Einzelhändler*inne und Gastronom*innen bei ihrem individuellen Digitalisierungsprozess helfen und sie fit für die Zukunft machen können. Hierfür wird ein sehr persönlicher und intensiver Austausch notwendig sein. Außerdem freue ich mich schon auf die Umsetzung der technischen Infrastruktur und die gemeinsame Diskussion dazu in den Workshops.