Erfahrungen des Aachener Einzelhandels mit Click & Meet

Terminbuchungen gehören in einigen Branchen bereits zum täglichen Arbeiten dazu. Durch die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie hat dieser Service jedoch an Bedeutung gewonnen, denn Terminbuchungen machen den stationären Einkauf derzeit überhaupt möglich. Eine Terminbuchung kann dabei i. d. R. vor dem Geschäft, per Telefon, E-Mail oder andere digitale Tools erfolgen. Welche hierfür genutzt werden können, haben wir in diesem Blogbeitrag zusammengefasst: https://www.hybrider-einzelhandel-aachen.de/2021/03/08/terminbuchung-click-meet/. Auch das Kund*innenverhalten hat sich in den letzten Monaten verändert, sodass Beratungstermine insbesondere bei beratungsintensiven Produkten durchaus Zukunftspotenzial haben werden.

Doch wie gehen die Geschäfte eigentlich mit den Vorgaben um, welche Erfahrungen haben sie gemacht und können sie sich vorstellen, solche Angebote auch langfristig aufzunehmen? Till Schüler (acclivis und Vertreter für Einkaufen in Aachen) und Jalina Maaßen (Wirtschaftsförderung der Stadt Aachen) haben hierzu mit Beatrix Ohn (Lederwaren Schmitz), Frank Wienand (Wienand Ausstatter) und Pitt Wagner (Velo) gesprochen und das Gespräch in einer neuen Podcast-Folge festgehalten:

Welche Tools werden bisher genutzt und wie sind die Erfahrungen der Geschäfte?
Während bei Lederwaren Schmitz Calendly als digitales und internetbasiertes Terminvereinbarungstool genutzt wird, kommt bei Velo und dem Wienand Ausstatter Terminland zum Einsatz. Die Geschäfte berichteten uns, dass sie mit diesen internetbasierten Tools bisher ihre Anforderungen gut abdecken können und sie beispielsweise von der Verknüpfung zum eigenen, digitalen Kalender profitieren. Auch, wenn beispielsweise interne Prozesse dadurch noch einmal hinterfragt und angepasst werden müssen. So wurde bei Velo schon vor dem ersten Lockdown eine digitale Terminvereinbarung für den Werkstatt- und Reparaturservice angeboten. Mit der Corona-Pandemie kamen Beratungstermine online und (wenn erlaubt) vor Ort hinzu. Diese neuen Möglichkeiten mussten natürlich entsprechend kommuniziert und organisiert werden. In unserem Gespräch stellte sich zudem heraus: Zum Teil mangelt es den bisher eingesetzten, digitalen Click & Meet-Tools an Flexibilität, zum Beispiel bei der Dauer der Termine oder der Berücksichtigung verschiedener Angebote.

Wie erfahren die Aachener Bürger*innen eigentlich von diesem Serviceangebot?
Die Aachener Geschäfte nutzen alle Kanäle, um auf das Angebot zur Terminvereinbarung aufmerksam zu machen – von der Ladentüre, über die Website bis hin zu Social Media. Beispielsweise findet man bei Lederwaren Schmitz im Schaufenster einen QR-Code mit allen Kontaktmöglichkeiten, auf Werbetafeln kann man sich über die Neuigkeiten beim Wienand Ausstatter informieren und bei Velo telefonisch oder über die Website Termine vereinbaren.

Was macht so etwas mit der Kundschaft?
Unsere drei Geschäfte beobachten, dass die Laufkundschaft zurückgegangen ist, dafür kommen die Leute nun gut informiert und mit einem gezielten Kaufwunsch bei ihnen einkaufen. Dabei wird die exklusive Beratungszeit von den Kund*innen sehr geschätzt. Dies hat zur Folge, dass auch die Umsatze pro Kund*in steigen.

Und, wenn Corona unser Leben nicht mehr so stark beeinflusst?
Dann können sich unsere drei Geschäfte durchaus vorstellen, weiterhin Click & Meet anzubieten. Für Lederwaren Schmitz ist ein solches Angebot beispielsweise für Schulranzentermine sinnvoll, da hier eine Beratung besonders wichtig und gefragt ist. Auch beim Wienand Ausstatter wird in Zukunft eine Buchung von Beratungsterminen möglich sein. Für Abhol- und Beratungstermine stellt Click & Meet auch für Velo einen langfristig wichtigen Service dar. Klarer Vorteil: Die oftmals knappe Personalressource kann so besser genutzt und den Kund*innen ein qualitativ hochwertiger Service angeboten werden.

Wir bedanken uns herzlich bei den Geschäften für den spannenden Austausch und freuen uns schon auf den nächsten Termin!